"Esperanza" will Doggerbank vor Überfischung schützen

Greenpeace setzt internationale Kampagne fort

Gegen die Zerstörung der ehemals artenreichen Doggerbank in der Nordsee haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace heute vor einem Fischkutter protestiert. Von drei Schlauchbooten aus sprangen fünf Umweltschützer vor dem rund 40 Meter langen und unter britischer Flagge fahrenden Kutter "Johannes Calvijn" ins Wasser. Mit Bojen demonstrieren die fünf Aktivisten gegen das Ausbringen der tonnenschweren Grundschleppnetze. Mit der Aktion setzt Greenpeace seine internationale Kampagne zum Schutz von Nord- und Ostsee fort. Erst gestern hatten die Umweltschützer vor dem Brandenburger Tor in Berlin 11.000 tote Meerestiere präsentiert, die in der vergangenen Woche von einem belgischen Kutter in der Nordsee als ungewollter Beifang nach zwei Stunden Fischerei tot aussortiert worden waren.

Das von Greenpeace geforderte "Schutzgebiet Doggerbank" liegt in der Mitte der Nordsee und gehört zu den Wirtschaftszonen von Deutschland, Grossbritannien, Holland, Dänemark und Norwegen. Greenpeace fordert, 17 grosse Gebiete in Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen. Fischerei, Öl- und Gasförderung sowie Sand- und Kiesabbau müssen in diesen Schutzgebieten verboten sein.

Die Besatzung des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" markierte in der ersten Augustwoche die Doggerbank mit drei Bojen symbolisch als Schutzgebiet. Sie sind rund fünf Meter hoch und 4000 Kilo schwer.