Ärgerliche Folgen des "T-Online-Welcome-Pakets"

Kunde wider Willen

Bei der VZS häufen sich Beschwerden zu Telefon- rechnungen, auf denen unerklärliche Grundgebühren für den Tarif eco der Firma T-Online auftauchen. Regelmäßig waren die Verbraucher von der Telekom angerufen worden um die Erlaubnis zu bekommen, ihnen Informationen über T-Online zusenden zu dürfen. Diese entpuppten sich als das bereits im Juni 2004 von der Verbraucherzentrale Sachsen kritisierte unwillkommene T-Online-Welcome-Paket. Das hatten die Rat suchenden Verbraucher zum Teil gar nicht geöffnet, in keinem Falle aber nach eigenem Bekunden die darin enthaltenen Zugangsdaten für den T-Online-Internetanschluss benutzt. Trotzdem tauchten in der nächsten Telefonrechnung die Grundgebühren für den Tarif eco auf.

Bei der telefonischen Einwendung gegen diese Rechnungsposition war den Hotline-Mitarbeitern der Telekom die Problematik bereits bekannt, und sie versprachen Abhilfe. Auf der nächsten Telefonrechnung solle der Betrag wieder gutgeschrieben werden. Doch dies war offensichtlich nicht immer der Fall, im Gegenteil. Für den Folgemonat wurde der Grundbetrag erneut in Rechnung gestellt.

"Das ist ärgerlich, verursacht es doch weiteren Zeitaufwand und Kosten, um die unrechtmäßig kassierten Summen wieder zurück zu holen. Außerdem scheint es wettbewerbsrechtlich bedenklich", meint Bettina Dittrich, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Die VBS wird die Beschwerden zur Prüfung rechtlicher Schritte an den Verbraucherzentrale Bundesverband weiterleiten.

Wer sicher ist, nie einen Vertrag mit T-Online abgeschlossen zu haben, sollte dies T-Online mitteilen und die Telefonrechnung um die Gesamtsumme der einbehaltenen Grundgebühren für den T-Online-Tarif kürzen. In jedem Falle obliegt es T-Online, den angeblichen Vertragsschluss wie auch die daraus folgenden Zahlungsansprüche nachzuweisen.