Luftballons für Kinderrechte im Grundgesetz

Aktion in 50 Orten

Für die Aufnahme ihrer Rechte in das Grundgesetz haben Kinder in bundesweit rund 50 Orten am Samstag Luftballons in den Himmel steigen lassen. Zu der Aktion im Vorfeld des Weltkindertags hatte der in Hannover ansässige Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbunds aufgerufen. Zugleich wurden Unterschriften gesammelt, die im November dem Bundestagspräsidium übergeben werden sollen.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hatte zuvor betont, dass die ganz eigenen Rechte der Kinder ins Grundgesetz geschrieben werden müssten. Inzwischen erkenne die Europäische Verfassung die Kinderrechte als Staatsziel an. Auch auf Landes- und Kommunalebene hätten die Kinderrechte Niederschlag gefunden. Es sei deshalb "nicht zu verstehen", warum die Kinderrechte nicht im Grundgesetz rechtlich verankert seien.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat sich nach eigenen Angaben in den 50 Jahren seines Bestehens zur größten Lobby für Kinder in Deutschland entwickelt. Rund 50 000 Mitglieder sind in 420 Orts- und 16 Landesverbänden aktiv.