Lösung für Argentiniens Schuldenkrise gefordert

IWF-Gipfeltreffen

Im Vorfeld der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds, die vom 2. bis 4. Oktober in Washington stattfindet, setzen sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Initiative erlassjahr.de für eine politische Lösung der argentinischen Schuldenkrise ein. "Argentiniens Schulden müssen weg!" lautet die Forderung, die derzeit massenhaft per E-Mail und Postkarte an das Bundesfinanzministerium geschickt wird. Denn während die Besitzer argentinischer Schuldverschreibungen Zinsen in Höhe von 15 Prozent und mehr eingestrichen haben, leidet die Bevölkerung unter der massiven Spar- und Privatisierungspolitik, die der IWF in Argentinien durchsetzt: 50 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, jedes fünfte Kind ist unterernährt.

Um aus erster Hand über die Situation und mögliche Lösungen zu informieren, haben Attac und Erlassjahr zwei Gäste aus Argentinien eingeladen: Der Kongressabgeordneten Mario Cafiero von der Oppositionspartei Soberanía Popular, Finanzexperte und Unterzeichner des "Offenen Briefes zur Verschuldung der Republik Argentinien" (vom 24.9.-1.10), sowie Catalina Brescia, Aktivistin der basisdemokratischen Nachbarschaftsversammlungen und der Kampagne "la deuda o la vida" ("Schulden oder Leben") (vom 24.9.-14.10.) sind zu Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen in zwölf Städten unterwegs.

Termine: Montag, 27. September, 19 Uhr, Haus der Demokratie, Berlin, Greifswalder Straße 4: Podiumsdiskussion: "Die argentinische Finanzkrise - Was sollte die Bundesregierung tun?", mit Mario Cafiero (Soberiania Popular, Dr. Rolf Wenzel (Bundesfinanzministerium) und Lydia Krüger (Argentinienkampagne) und Mittwoch, 29. September, 19 Uhr, Mehringhof-Versammlungsraum, Gneisenaustr. 2a: "Argentinien hat der Welt eine Geschichte zu erzählen", mit Mario Cafiero und Catalina Brescia.