Klage Nordrhein-Westfalens gegen Castor-Transport abgewiesen

Genehmigt

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am Montag den Antrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung gegen die Genehmigung des Castor-Transports vom sächsischen Rossendorf nach Ahaus abgewiesen. Die Entscheidung sei unanfechtbar, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Das BfS hatte im März die Beförderung von Kernbrennstoffen aus dem Forschungszentrum in Rossendorf auf der Straße nach Ahaus genehmigt. Zuvor war das Land Nordrhein-Westfalen bereits vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig mit einem Eilantrag gescheitert.

Die vom Düsseldorfer Innenminister Fritz Behrens (SPD) "in bemerkenswerter Form vorgetragenen Anwürfe" hätten sich "als völlig haltlos erwiesen", sagte BfS-Präsident Wolfram König. Das Urteil bestätige, dass sich seine Behörde "nicht missbräuchlich über die Interessen des Landes hinweg gesetzt" habe.

Zwischen Sachsen und Nordrhein-Westfalen war es wegen der Transporte in den vergangenen Monaten zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Sachsen hat die Genehmigung des BfS erhalten, 18 Castorbehälter mit insgesamt 951 Brennstäben aus dem ehemaligen Forschungsreaktor auf der Straße nach Ahaus zu befördern.