KKH erwartet nur geringe Beitragssenkungen bei Krankenkassen

Gesundheit

Der durchschnittliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird nach Ansicht der Kaufmännischen Krankenkasse KKH im kommenden Jahr trotz der Gesundheitsreform kaum sinken. KKH-Vorstandschef Ingo Kailuweit prognostizierte im "Berliner "Tagesspiegel", neben der KKH würden maximal fünf oder sechs Kassen preiswerter - "allerdings nicht die großen Spieler im System". Deshalb werde sich das auch auf den durchschnittlichen Beitragssatz kaum auswirken.

Zur Begründung sagte Kailuweit, die gesetzlichen Krankenkassen müssten von dem für dieses Jahr erwarteten Überschuss allein 1,6 Milliarden Euro für die Tilgung ihrer Schulden einsetzen. Zusätzlich kämen auf die Kassen-Haushalte 2005 Belastungen zu, die vorfinanziert werden müssten. "So werden die Ausgaben für Arzneimittel um acht Prozent steigen, auch die stationäre Behandlung wird teurer", sagte Kailuweit voraus. Unter dem Strich könne deshalb derdurchschnittliche Beitragssatz nur um 0,05 Punkte sinken. "Mehr ist nicht drin", stellte er klar.