Bundesweit weniger Erstklässler

Schule

Rund 838 300 Kinder sind in diesem Jahr in Deutschland neu in die Schule gekommen. Damit ist die Zahl der Erstklässler gegenüber dem Schuljahr 2003/2004 um 5500 zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Verglichen mit 1994 lagen die Einschulungen um rund 12 Prozent (minus 113 500) niedriger. In den vergangen drei Jahren war die Zahl der Schulneulinge den Angaben zufolge von 784 600 auf 843 800 stets gestiegen.

Den größten Rückgang im vergangenen Jahrzehnt verzeichneten die neuen Bundesländer und Berlin. 1994 seien dort 227 000 Kinder eingeschult worden, dieses Jahr nur 123 600, teilten die Statistiker mit. Als Grund nannten sie die ab 1991 zu beobachtenden drastisch sinkenden Geburtenzahlen. Dagegen gab es 2004 im früheren Bundesgebiet nur 10 100 Einschulungen weniger als 1994.

Der überwiegende Teil der Schulanfänger in diesem Jahr begann seine Laufbahn in Grundschulen (95,7 Prozent). Lediglich 3,1 Prozent der ABC-Schützen wurden in Sonderschulen, 0,7 Prozent in Freien Waldorfschulen und 0,5 Prozent in Integrierten Gesamtschulen eingeschult.

Für die nächsten fünf Jahre erwartet das Bundesamt, dass sich im Westen der Rückgang bei den Schulanfängern weiter fortsetzen wird; im Osten Deutschlands hingegen dürfte ihre Zahl langsam wieder ansteigen.