NABU-Präsident fordert umweltfreundliche Verkehrspolitik

Verursacherprinzip anwenden

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Deutschland angemahnt. Die Minderung negativer Verkehrsfolgen führe nicht zwangsläufig zur Einschränkung von Mobilität und Lebensqualität, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Samstag auf einer Bundesvertreterversammlung seiner Organisation in Bremen. Er forderte die Senkung von Lärm- und Treibhausgasemissionen, den Abbau von Steuervergünstigungen im Flugverkehr und einen Verzicht auf den Ausbau von Binnenschifffahrtswegen.

Zudem plädierte er für eine Erhöhung der geplanten Lkw-Maut und deren Ausdehnung auf das gesamte Straßennetz. Damit werde man dem Verursacherprinzip gerecht und verbessere die Wettbewerbsbedingungen im Güterverkehr zwischen Straße und Schiene, sagte der NABU-Präsident. Im Personenverkehr müsse es um umweltfreundliche Verkehrsmittel vor allem in den Städten und die Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei Pkw gehen.

Entschieden sprach sich Tschimpke gegen die weitere Vertiefung von Weser, Ems und Elbe aus. Diese Flüsse seien wichtige Lebensadern Norddeutschlands, die durch die unabgestimmten Ausbaupläne bedroht würden.