Klimawandel soll schlimmere Folgen haben als angenommen

WWF

Der Klimawandel trifft nach Ansicht der Artenschutzorganisation WWF Tiere und Pflanzen härter als bislang angenommen. In gut 150 Jahren habe die Erde sich um eine Durchschnittstemperatur um 0,7 Grad erwärmt. Die Kombination aus steigenden Temperaturen und vermehrten Wetterextremen führe zu Stürmen, Dürren und anderen Wetterextremen in der Tier- und Pflanzenwelt. Arten hielten mit den Veränderungen nicht mit. So wurde in England zum Beispiel beobachtet, dass Blattläuse früher schlüpften - zu früh für die Vögel, die sich von ihnen ernähren.

"Der Klimawandel zeige sich im rätselhaften Verschwinden zahlreicher Amphibien genauso wie in der Invasion von Borkenkäfern in Nordamerika", erläuterte Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland. Wenn das Packeis in der Antarktis schmelze, würden Pinguine wie die Adelie-Art verschwinden.

Dies sei nur ein Vorgeschmack auf ein tief greifendes Artensterben, wenn es nicht gelinge, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, so Günther.

In Zukunft sei mit häufigeren Dürreperioden, zunehmenden Waldbränden und dem weiteren Abschmelzen von Gletschern zu rechnen, wenn nicht umgehend etwas verändert würde. Erste Schritte könnten in Buenos Aires vereinbart werden. Dort treffen sich derzeit die zuständigen Minister aus aller Welt zu der zenten UN Klimakonferenz.