Politiker wollen mehr deutsche Pop- und Rockmusik

Selbstverpflichtung

SPD und Grüne wollen im Radio 35 Prozent deutschsprachige beziehungsweise in Deutschland produzierte Pop- und Rockmusik hören. Das ist der zentrale Inhalt des Bundestagsantrags "Für eine Selbstverpflichtung öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunksender zur Förderung von Vielfalt im Bereich von Pop- und Rockmusik in Deutschland". Zur Hälfte sollten Neuerscheinungen von Nachwuchsmusikern berücksichtigt werden. Öffentlich-rechtliche und private Sender sollen freiwillig "spezielle der Nachwuchsförderung dienende Sendeformate und Wettbewerbe" einführen.

In dem Bemühen um mehr musikalische Vielfalt wollen SPD und Grüne auch die Förderung von Kindern und Jugendlichen insbesondere in den Bereichen Pop- und Rockmusik weiter ausbauen.

Mit dem Antrag soll die Bundesregierung aufgefordert werden, "erneut Gespräche mit den Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender zu führen - mit dem Ziel einer freiwilligen Selbstverpflichtung".

Der Bundestagsantrag sei von den Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich beschlossen worden und werde am Freitag dieser Woche im Plenum zur Abstimmung gestellt. "Dieser Beschluss ist ein wichtiges Signal an die Musikszene in Deutschland und ein Erfolg für die kulturelle Vielfalt", heißt es in einer Pressemitteilung.