Deutschland hat die größten Holzvorräte in Europa

Klimaschutz und Bauwesen

Deutschlands Wälder wachsen hoch hinaus und übertrumpfen die klassischen Holzländer in Skandinavien. Mit 3,4 Milliarden Kubikmetern haben wir die größten nutzbaren Holzvorräte in ganz Europa - sogar mehr als Schweden und Finnland. Mit dieser gigantischen Menge ließe sich, nach Berechnungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, ein massiver Holzturm von drei mal drei Metern Grundfläche bis zum Mond bauen.

Würden aus dieser Holzmenge Häuser, Möbel, Fenster oder andere Produkte gefertigt, würde das der Umwelt helfen. Es könnte mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre entzogen werden. Bäume wandeln das Treibhausgas durch Photosynthese in Kohlenstoff um und speichern es. Durch die Verarbeitung von Holz zu langlebigen Produkten wird diese Speicherwirkung verlängert. Das heißt: Das CO2 bleibt in Holzprodukten weiter gebunden.

Außerdem trägt eine stärkere Holzverwendung zu einer Verjüngung des Waldes bei. Jüngere Bäume speichern durch ihre hohe Wuchsdynamik schneller und mehr CO2 als alte Bäume und leisten deshalb einen außerordentlichen Klimaschutzbeitrag.