Zitrusfrüchte übermäßig chemisch behandelt

Konserviertes Obst

Zitrusfrüchte sind zu 86 Prozent mit Pestiziden und Konservierungsstoffen belastet. Schon im letzten Jahr hatte die Lebensmittelüberwachungsbehörde Stuttgart diese hohe Pestizidbelastung festgestellt. Das berichtet die niedersächsische Verbraucherzentrale. Neben dem hohen Anteil an allgemeiner Pestizidbelastung würde die Bezeichnung "unbehandelt" missbraucht, stellt die Behörde fest. "Unbehandelt" heiße jedoch im Handel oft "nach der Ernte unbehandelt". Denn während der Wachstumsperiode würden Zitrusfrüchte mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Laut Lebensmittelrecht dürften "unbehandelte" Früchte weder beim Anbau noch nach der Ernte mit Pflanzenschutzmitteln, Schalenkonservierungsmittel behandelt oder gewachst sein. Bei der Untersuchung wären allein Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau "unbehandelt" gewesen.

Die Verbraucherzentrale fordert daher eine genauere Kennzeichnung. "Unbehandelt" müsse auf "nach der Ente unbehandelt" oder "ohne Konservierungsstoffe" umgenannt werden.

Um herauszufinden, ob die Kennzeichnung "unbehandelt" halte, was sie verspreche, empfiehlt die Verbraucherzentrale an den Zirtusfrüchten zu riechen. Rieche man nichts, wären die Früchte gewachst. Denn normalerweise würde ein sehr intensiver Geruch nach Orangen oder Zitronen ausströmen.

Konservierungsstoffe auf der Schale allerdings ließen sich durch Riechen allein nicht ermitteln. Sie könnten verringert werden, in dem die Früchte mit lauwarmen Wasser gewaschen und anschließend getrocknet werden.