Keine Mitversicherung von Zweitfrauen

Bislang "rechtlich nicht zu beanstanden"

"Zweit- und Mehrfrauen" sollen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" künftig nicht mehr beitragsfrei in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen mitversichert werden können. Darauf hätten sich das Bundesgesundheitsministerium und die Spitzenverbände der Krankenkassen verständigt, berichtete das Magazin am Samstag vorab. Demnach sollen "im Hinblick auf das Verbot der Vielehe" ab April die entsprechenden Vorschriften des Sozialgesetzbuches "restriktiv" ausgelegt werden.

Künftig könne demnach selbst dann eine Zweitfrau keine Ansprüche mehr geltend machen, wenn sich die Erstfrau nicht in Deutschland aufhalte. Wie das Magazin weiter schreibt, vertraten Juristen des Gesundheitsministeriums bisher eine andere Rechtsauffassung. Danach war die beitragsfreie Familienversicherung polygamer Ehen "rechtlich nicht zu bestanden".