Siemens, T-Systems und IBM wollen Bundeswehr-Kommunikation modernisieren

6,6 Milliarden Euro

Anfang Februar wird im Bundesverteidigungsministerium nach Presseangaben ein neues Angebot für das milliardenschwere IT-Projekt "Herkules" eingehen. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" aus Unternehmenskreisen berichtet, hat sich das Industriekonsortium TIS (Siemens, T-Systems und IBM) entschieden, zu diesem Zeitpunkt ein Angebot für die Modernisierung der Telefon- und Computerausrüstung der Bundeswehr abzugeben. Demnach könnten die Verhandlungen mit dem Verteidigungsministerium beginnen, das für "Herkules" 6,56 Milliarden Euro über zehn Jahre zur Verfügung stellen will.

Die Entscheidung für die Abgabe des Angebots wird dem Bericht zufolge als Zeichen gewertet, dass es die Industrie diesmal für machbar hält, die Anforderungen des Ministeriums zu erfüllen. Im vergangenen Jahr waren die Verhandlungen mit dem Konsortium Isic 21 (CSC, EADS, Mobilcom) endgültig gescheitert - unter anderem wegen Nachforderungen der Bundeswehr.

Wie die Zeitung unter Hinweis auf Angaben des Bundesamtes für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr schreibt, kamen seit dem Abbruch der Verhandlungen keine Forderungen mehr hinzu. Die Kalkulation verbessere sich deshalb zum einen, weil die Preise für Hard-, Software und IT-Services permanent sinken.

Zum anderen hat Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) mittlerweile die Schließung von rund 100 weiteren Bundeswehrstandorten angekündigt. Damit reduzierten sich auch die Kosten für die Vernetzung aller Bundeswehrstandorte mit moderner IT-Technologie.