Umweltbundesamt will Missbrauch von Pflanzenschutzmitteln eindämmen

Pflanzenschutzmittel werden untersucht

Eine Langzeituntersuchung des Umweltbundesamts soll den Missbrauch von Pflanzenschutzmittel stoppen. Mehrere Untersuchungen ergaben, dass Pflanzenschutzmittel auf den Feldern falsch angewendet würden, berichtet das Umweltbundesamt. Das bedeute unnötige Belastungen für Mensch und Umwelt. Die Untersuchung soll das Ausmaß des Missbrauchs ermitteln und bei Bedarf die Auflagen verschäfen.

Geplant seien regelmäßige Beobachtungen auf etwa 300 Feldern im ganzen Bundesgebiet. Während der Spritzzeiten soll die Zahl der Untersuchungen verdoppelt werden. Widerstand zu dem umfangreichen Projekt komme aus der Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft wie auch die meisten der 16 Bundesländer kritisierten das Projekt: Es gebe bereits Pflanzenschutzdienste in den Bundesländern. Durch das Projekt würden unnötig doppelte Kosten entstehen. Die Landwirtschaft fühle sich durch die Untersuchungen "kriminalisiert", sagte ein Sprecher des Umweltbundesamte.

"Konkrete Ergebnisse haben aber nur wenige Länder vorgelegt", teilte die Behörde mit. Es sei wenig über die Art der Missbräuche bei der Anwendung von Pestiziden bekannt. Im Frühjahr soll mit den Messungen vor Ort begonnen werden.