Filmpreis für "Paradise Now"

Menschenrechte

Der Spielfilm Paradise Now hat den Amnesty International Filmpreis auf der 55. Berlinale erhalten. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Der Film des palästinensischen Regisseurs Hany Abu-Assad war im Wettbewerb des diesjährigen Festivals zu sehen. "Paradise Now ist eine kleine Geschichte über einen großen Konflikt - moralisch, aber nicht moralisierend; berührend, aber nicht sentimental", sagte die Schauspielerin Nina Hoss im Namen der ai-Jury bei der Preisverleihung der Unabhängigen Jurys. "Ein Film, der zum Nachdenken zwingt, ohne belehrend zu sein. Ein Plädoyer dafür, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann."

In der niederländisch-deutsch-französischen Ko-Produktion verlieren sich zwei junge Palästinenser auf dem Weg zu einem Selbstmordattentat aus den Augen. Die Freunde müssen sich nun allein mit ihren Überzeugungen auseinandersetzen. "Mit der Auszeichnung endet unser Engagement für Paradise Now nicht", sagte Christoph Friedel, Filmproduzent und ebenfalls Mitglied der ai-Jury. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Film einen Verleih und damit ein möglichst breites Publikum in Deutschland findet."

Der Amnesty International Filmpreis wurde bereits auf anderen internationalen Filmfestivals (Amsterdam, Rotterdam, Kopenhagen) verliehen. Mit dem Preis möchte ai die Aufmerksamkeit von Fachleuten und Publikum auf das Thema Menschenrechte lenken und Filmemacher dazu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.