Die deutschen US-Militärstützpunkte Ramstein und Landstuhl

Flughafen-Ausbau

Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit der größten Dichte an US-Militäreinrichtungen. Die beiden Herzkammern dieser Militärpräsenz liegen in der Pfalz: Ramstein und Landstuhl. Wenige Kilometer westlich von Kaiserslautern befinden sich der größte Militärflughafen und das größte Militärhospital der Amerikaner außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Airbase in Ramstein ist die logistische Drehscheibe für alle Einsätze in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika. Weil die USA ihre Airbase Rhein-Main in Frankfurt bis Ende 2005 schließen, werden Ramstein sowie der US-Flughafen Spangdahlem in der Eifel ausgebaut. Dabei soll Ramstein sämtliche Lufttransportaufgaben übernehmen.

Dafür sollen unter anderem eine neue Haupt-Start- und Landebahn (Südbahn) gebaut sowie die derzeitige Start- und Landebahn (Nordbahn) verlängert werden. Erst unlängst war bekannt geworden, dass die Amerikaner 2006 allein 74 Millionen Dollar in den Ausbau von Ramstein stecken wollen, wie die Militärzeitung "Stars and Stripes" meldete. Das Budget muss allerdings noch vom amerikanischen Kongress genehmigt werden.

Das "Landstuhl Medical Center" ist das größte Hospital der US-Streitkräfte außerhalb der Vereinigten Staaten. Dort werden die meisten im Auslandseinsatz verletzten US-Soldaten zunächst medizinisch betreut, bevor sie in die USA zurückkehren. Zu Friedenszeiten stehen in Landstuhl rund 150 Betten zur Verfügung, die Kapazität kann aber in Kriegszeiten deutlich aufgestockt werden.