Bauernverband fordert Bio-Siegel mit nationaler Herkunftsbezeichnung

Ökoprodukte

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert eine Modifizierung des Bio-Siegels. Den Nutzern des staatlichen Qualitäts- und Erkennungszeichens für Ökoprodukte müsse es auf freiwilliger Basis ermöglicht werden, das Siegel mit der nationalen Herkunft zu kennzeichnen, sagte ein DBV-Sprecher am Donnerstag in Berlin. Damit würden Verbraucher mehr Information über die in der Regel höheren Anforderungen an die Produktion der deutschen Bioware im Vergleich zu Importen erhalten. Der bereits zur "Geburtsstunde" des Bio-Siegels vom DBV geäußerte Vorschlag sei durch die Marktentwicklung wieder aktuell geworden.

Für die kommenden drei bis fünf Jahre werde damit gerechnet, dass es zu erheblichen Steigerungen der Importe von Ökoprodukten insbesondere aus Osteuropa komme, fügte der Sprecher hinzu. Dies würde das Preis- und Absatzproblem der deutschen Biobauern verschärfen, die das Wachstum des Biomarktes nicht in ausreichender Weise hätten nutzen können.

Das Bio-Siegel habe einen hohen Signalwert, sagte Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) anlässlich der Eröffnung der Messe BioFach 2005 in Nürnberg. Bis zum 31. Januar 2005 hätten über 1250 Unternehmen für 25.450 Produkte die Kennzeichnung mit dem Siegel angezeigt. Das staatliche Zeichen wurde am 5. September 2001 eingeführt.