"Internationale Irak-Konferenz" wechselt Veranstaltungsort in Berlin

12. März 2005

Am kommenden Samstag, den 12.3. findet die angekündigte "Internationale Irak-Konferenz" nicht im Hendrik-Kraemer-Haus statt, sondern in der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Teskowallee 8, 10318 Berlin, Seminarraum 125, (Hauptgebäude) an der U-Bahn-Station Tierpark. Beginn 10 Uhr, Ende 19 Uhr, wie Joachim Guilliard, einer der Veranstalter mitteilte. Drei Tage vor der Veranstaltung hätten der evangelische Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte und die Jerusalem-Kirchengemeinde den vertraglich zugesagten Raum im Hendrik-Kraemer-Haus gekündigt.

Hintergrund seien zum einen Initiativen von staatlicher Seite. So habe es Nachfragen von der Innenbehörde und dem Staatsschutz der Polizei gegeben. Kündigungen mit gleichen Wortlaut gab es auch für Räume die "Solidarität International" für Informationsveranstaltungen mit einem der Referenten von Berlin gebucht hatte. Mit diesem, Awni al-Kalemij dem Irakischen Patriotischen Allianz werden die Kündigungen auch begründet, da er zum bewaffneten Widerstand gegen die Besatzungsmächte im Irak aufgerufen habe.

Das hätten zwar schon viele gemacht, die später, wie Nelson Mandela oder Tito, sogar geachtete Staatschef wurden, aber solange sie Gegner einer befreundeten Macht sind, sei eine solche Haltung laut Joachim Guilliard ein Verbrechen und dürfe hier nicht einmal diskutiert werden.

Ein Artikel der jungle World legt nahe, daß auch von dieser Seite, d.h. Antideutsche und der Kreis um Hans Branscheidt, die für solche Aktionen bekannte sind, mit Diffamierungen Stimmung gegen die Konferenz gemacht wurde. Die Kirchenvertreter sorgten sich auf alle Fälle auch wegen einer angekündigten Gegendemo um den Frieden um ihr Haus und das benachbarte Jüdische Museum.