Holocaust-Leugner Zündel wurde Haftrichter vorgeführt

Auschwitz-Lüge

Nach seiner Auslieferung aus Kanada wurde der Holocaust-Leugner Ernst Zündel am Mittwoch beim Amtsgericht Mannheim dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim liegt gegen Zündel ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Volksverhetzung aus dem Jahr 2003 vor.

Zündel wurde am Dienstag von den kanadischen Behörden nach Deutschland ausgeliefert und am späten Abend bei seiner Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen von der Polizei festgenommen. In Kanada befand er sich seit Februar 2003 in Haft.

Der aus Baden-Württemberg stammende 65-jährige Rechtsextremist war 1958 nach Kanada ausgewandert. Dort wurde er zuletzt als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft. Zündel soll über seine Internetseite die so genannte Auschwitz-Lüge verbreitet und volksverhetzerisches Propagandamaterial verschickt haben.