Verbraucherzentrale geht gegen Haustür-Werbung von "Arcor" vor

"Verträge widerrufen"

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg beschweren sich schon seit Monaten immer wieder Verbraucher über aggressive Werber der Telekommunikationsfirma Arcor, "die Verbrauchern unvorbereitet an der Haustür Arcor-Preselect-Verträge aufdrängen". Ein solcher Vertrag verpflichtet den Telefonkunden, seine Gespräche mit Vorwahl nicht mehr über den bisherigen Vertragspartner zu realisieren - meist die Deutsche Telekom AG –, sondern ausschließlich über die Einwahl von Arcor. Angesichts der "aggressiv an der Haustür vermittelten Arcor-Verträge" rufen die Verbraucherschützer dazu auf, solche Verträge zu widerrufen.

"Ob der Verbraucher tatsächlich einen preiswerten Vorteil erlangt, hängt maßgeblich von seinem persönlichen Telefonierverhalten ab", meint Verbraucherschützer Norbert Richter auf und weist darauf hin, "dass oftmals mit der konsequenten Nutzung von Call-by-call-Angeboten der gleiche Effekt erzielt werden kann, ohne sich vertraglich zu binden".

An der Haustür "überredeten Verbrauchern" rät Richter: "Auf die beschriebene Weise abgeschlossene Verträge können und sollten Betroffene innerhalb von 14 Tagen widerrufen."