Trittin warnt vor inszeniertem Konflikt zwischen SPD und Grünen

Clement war dabei

Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) warnt Teile der SPD vor der "Inszenierung eines koalitionären Gegeneinanders". Damit "macht man kein überzeugendes Angebot an die Wähler, auch nicht in Nordrhein-Westfalen", sagte Trittin dem "Berliner "Tagesspiegel". Vehement verteidigte der Minister die Politik der ökologischen Modernisierung gegen kritische Stimmen aus der SPD: "Ökologie und Ökonomie gegeneinander auszuspielen, ist absurd." Ökologische Modernisierung und soziale Gerechtigkeit gehörten zusammen. Eine Rückkehr "zu den wirtschaftspolitischen Vorstellungen Helmut Schmidts" werde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands belasten.

Erstaunt zeigte sich Trittin auch über die Kritik aus der SPD am Antidiskriminierungsgesetz. "Ich wundere mich schon sehr über die Darstellung Einzelner, wonach das Antidiskriminierungsgesetz ein grünes Projekt sein soll", sagte er unter Hinweis auf die Beteiligung des Wirtschaftsministeriums an dem Gesetzesvorhaben. Der "arbeitsrechtlich relevante Teil" sei beispielsweise im Haus von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) entworfen und von den Fraktionen "fast unverändert" übernommen worden.