MEADS-Raketenabwehr für Krieg im Nahen Osten

Deutsche Soldaten

Deutschlands Partner beim MEADS-Raketenabwehrprojekt, die USA und Italien, haben der Bundesrepublik eine Fristverlängerung für die Unterzeichnung des Vertrages gewährt. Damit habe Deutschland bis zum 25. April Zeit, das in der rot-grünen Koalition umstrittene Rüstungsprojekt unter Dach und Fach zu bringen, sagte die SPD-Haushaltsexpertin Elke Leonhard der Tageszeitung "Die Welt". MEADS sei besonders für spätere Auslandseinsätze der Bundeswehr wichtig, sagte Leonhard. Wenn die Bundeswehr zu Einsätzen in den Nahen Osten geschickt werden sollte, müsse bedacht werden, dass es dort kein Land gebe, das nicht über Raketentechnik verfüge.

"Denkt man also über einen Einsatz deutscher Soldaten in 10 bis 15 Jahren im Nahen Osten, aber auch in jeder anderen Krisenregion der Welt nach, wird man den Soldaten die Frage beantworten müssen, wie sie vor Angriffen mit Raketen wirksam geschützt werden", argumentierte Leonhard. Mit MEADS könnten auch Flughäfen, Häfen oder andere sensible Projekte wirkungsvoll geschützt werden.