Hunzinger-Spende an Fischer beschäftigt Bundestag

Rede vor Wirtschaftsführern

Bundesaußenministers Joschka Fischer hatte im September 1998 noch als Grünen-Fraktionschef eine Rede vor Wirtschaftsführern in Frankfurt am Main über "grüne Politik" gehalten. Wie der Frankfurter PR-Unternehmer Moritz Hunzinger der "Bild"-Zeitung sagte, sei dafür ein Honorar von 19.999 Mark geflossen. Das Honorar sei als Scheck ausgehändigt worden. Diese Parteispende Hunzingers an die Grünen soll nun ein parlamentarisches Nachspiel haben.

Mehrere Unions-Bundestagsabgeordnete hätten Fragen zu der Spendenzahlung an die rot-grüne Bundesregierung gerichtet, schreibt die Zeitung. So wollten die Abgeordneten Julia Klöckner (CDU) und Melanie Oßwald (CSU) in ihrer Anfrage wissen, welche Gegenleistungen Fischer für die gezahlten 19.999 Mark erbracht habe.

Ferner heiße es in dem Fragenkatalog: "Wie erklärt die Bundesregierung sich, dass die Parteispende der PR-Firma Hunzinger genau eine Mark unter der Grenze lag, von der an solche Zuwendungen veröffentlichungspflichtig sind?"