Attac protestiert mit E-Mails und Aktionen gegen GATS

Globale Aktionswoche für fairen Handel

Mit rund 3500 E-Mails an die zuständigen EU-Kommissare und mit Aktionen in rund 20 Städten beteiligt sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac an der weltweiten Aktionswoche für gerechten Welthandel. Im Mittelpunkt der Attac-Kritik steht dabei das WTO-Dienstleistungsabkommen GATS, das derzeit wieder verstärkt vorangetrieben wird. "Dieses Abkommen dient allein den Interessen von Großunternehmen aus den Industrieländern, die weltweit expandieren und Profite machen wollen", sagte Christina Deckwirth von der Attac-AG Welthandel. Beim Abschlussfestival der Aktionswochenende am Samstag, 16.4., auf dem Schlossplatz in Berlin ist Attac mit einem großen Infostand und einer Ausstellung zum GATS vertreten.

Durch den guten Zugang der Industrie zu Wirtschaftsministerien und EU-Kommission wurden Konzernforderungen nahezu unverändert zur Verhandlungsposition der europäischen Politik. Deckwirth: "Auf der Strecke bleiben dabei die Bedürfnisse der Menschen nach öffentlicher Daseinsvorsorge, nach demokratischer Mitsprache und Einhaltung der Menschenrechte sowie nach Entwicklungschacncen für die Länder des Südens."

Um gegen diese Politik zu protestieren, übermittelten Attac-Mitglieder in rund 3500 E-Mails ihre Forderungen an EU-Kommissionspräsident Barroso, Handelskommissar Mandelson und Industriekommissar Verheugen: Das GATS muss gestoppt werden, es darf keine Forderungen an andere Länder und auch keine Öffnung der europäischen Märkte im Berich der Daseinsvorsorge geben. An den dezentralen Aktionen, die während dieser Woche in über 50 deutschen Städten stattfinden, beteiligten sich rund 20 Attac-Gruppen zudem mit Infoständen, Vorträgen, Filmvorführungen, Straßentheater und globalisierungskritischen Stadtrundgängen.