Eltern weiterhin Hauptfinanzierer für 2 Millionen Studenten

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Viele Studierende nehmen nach der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks die ihnen zustehende finanzielle Unterstützung nicht in Anspruch. "Vor allem Förderbeträge bis 250 Euro im Monat werden zu wenig abgerufen", sagte Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Immer noch seien die Eltern mit 89 Prozent die Hauptgeldquelle der rund zwei Millionen deutsche Studierenden. Nur ein Prozent der Studierenden werde staatlich voll unterstützt durch das Bundes-Ausbildungsförderungsgesetz BAföG.

Neben der elterlichen Unterstützung sei "das Jobben" für 68 Prozent relevant, um sich zu finanzieren. Die Hälfte von ihnen gebe an, sich nur so das Studium überhaupt leisten zu können. Knapp ein Viertel der zwei Millionen Studierenden erhalte Förderung nach dem BAföG. Ausschließlich vom BAföG finanzieren sich aber nur ein Prozent.

Stipendien und Studienkredite, die immer wieder als neue Instrumente der Studienfinanzierung diskutiert werden, hätten bislang nur eine geringe Bedeutung, meint Meyer auf der Heyde. Nur zwei Prozent der Studierenden finanzierten sich unter anderem über ein Stipendium, einen Bildungskredit nehme lediglich ein Prozent in Anspruch, um mit durchschnittlich 700 Euro monatlich ihre Lebenshaltungskosten und Lernmittel zu finanzieren.