Spendensammlung gegen häufige HIV-Infektionen während der Geburt

Afrika

Trotz großer internationaler Anstrengungen breitet sich AIDS weiter aus - das ist die ernüchternde Bilanz des UNAIDS-Reports 2004. Im letzten Jahr haben sich 4,9 Millionen Menschen angesteckt, das sind knapp zehn Prozent mehr als noch 2002. Dieser Trend ist seit vielen Jahren ungebrochen, teilt Aktion medeor am Donnerstag mit. Die eigentliche Katastrophe sei, dass in den am schlimmsten betroffenen Ländern die Aidskranken nicht behandelt werden können, obwohl es die Medikamente gibt. Jede sechste HIV-Infektion in Afrika erfolgt während der Geburt.

Die Übertragung von Aids während der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene kann medikamentös verhindert werden. Das allein könnte die Infektionsrate um fast 17 Prozent senken. Die Organisation hat für Spendensammlungen für dieses Anliegen einen Fernsehspot mit Anke Engelke produziert. "Mutter und Kind - Gesundheit von Anfang an." Das ist das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages. Der Spot soll dazu beitragen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses Thema zu lenken.

Das mit dem Spendensiegel ausgezeichnete Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor sammelt Spenden, um die Menschen mit den notwendigen Medikamenten zu versorgen. Anke Engelke hat ein Aids-Projekt im Benin besucht und erlebt, wie action medeor arbeitet.