Welthungerhilfe besorgt über Sicherheitslage in Togo

Afrika

Die Deutsche Welthungerhilfe ist besorgt über die Sicherheitslage in Benin im Grenzgebiet zu Togo. Nach Angaben von Entwicklungshelfern treffen trotz der mittlerweile angeblich eingetretenen Ruhe in Togo nach den umstrittenen Präsidentenwahlen noch täglich neue Flüchtlinge in Benin ein. Im Auffanglager Hilacondji, unmittelbar an der Grenze zu Togo, kommen Menschen mit Schussverletzungen und Wunden durch Schlagstöcke. Sie stammen aus dem nahe gelegenen Aného, das neben der togoischen Hauptstadt Lomé besonders stark von Unruhen und Militärübergriffen betroffen war.

Es gebe Anzeichen dafür, dass Spitzel des togoischen Regimes die Flüchtlinge bis über die Grenze verfolgen. Flüchtlinge in den Lagern in Comé und Agamé etwas weiter im Inland brachten ihre Angst vor Übergriffen durch das togoische Militär zum Ausdruck. Offenbar hat es Vorfälle gegeben, in denen togoisches Militär in Zivil versuchte, in die Lager einzudringen.

Die Deutsche Welthungerhilfe plant, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) einen Sicherheitszaun um das Flüchtlingslager zu bauen, das mitten in der Stadt Comé liegt. Dort befinden sich zum großen Teil Jugendliche - auch Mädchen - die besonders durch gewaltsame Übergriffe gefährdet sind. Es waren vor allem junge Menschen, die gegen die massiven Wahlfälschungen des togoischen Regimes protestiert hatten.