Protestaktionen in 30 Ländern gegen Lesben- und Schwulenfeindlichkeit

Tag gegen Homophobie

Schwule und Lesben sollen mit Heterosexuellen gleichgestellt werden und ihre Dikriminierung ein Ende haben. Dieses Ziel hat der Tag gegen Homosexuellenfeindlichkeit am Dienstag. Homosexualität ist noch in rund 70 Ländern strafbar, in sieben Ländern droht Homosexuellen die Todesstrafe.

Mit dem "International Day Against Homophobia" wird wir nach Angaben des Lesben- und Schwulenverbandes LSVD in über 30 Ländern gegen Homosexuellenfeindlichkeit protestiert. Homosexuellenfeindlichkeit sei ein weltweites Problem. Deswegen sei es wichtig, international gegen Homophobie und für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen vorzugehen. Ziel sei es, Staaten, die Homosexuelle verfolgen, international zu isolieren und zu ächten.

Für ein aktuelles Beispiel berief sich Philipp Braun, Sprecher des LSVD, auf amnesty international (ai). Deren Berichterstattung zufolge seien kürzlich in Saudi Arabien 35 Männer festgenommen worden, weil sie eine Schwulenhochzeit veranstaltet hätten, sagte Braun. Vier der Männer seien zu zwei Jahren Gefängnis und 2000 Peitschenhieben verurteilt worden, die restlichen 31 Männer hätten Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr und 200 Peitschenhiebe erhalten.