Verkauf von Autobahnen wird angeblich geprüft

Pkw-Maut

Auf der Suche nach neuen Geldmitteln für den Bundeshaushalt wird jetzt angeblich der Verkauf von Autobahnen geprüft. Wie die Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" am Mittwoch berichtet, hätten Experten im Bundesverkehrsministerium bereits den Wert des deutschen Autobahnnetzes taxiert. Privaten Investoren könnten danach die Autobahnen zwischen 90 und 100 Milliarden Euro wert sein. Zur Finanzierung könnten die Investoren auf eine Maut auch für Pkw zurückgreifen, die private Autofahrer nach Schätzungen jährlich mit rund 150 Euro belasten würde. Diese Lösung käme allerdings erst auf lange Sicht in Betracht, hieß es. Die Bundesregierung hat dementiert, dass es entsprechende Pläne gibt.

Bezogen auf die mutmaßlichen Pläne zum Verkauf der Autobahnen und die Pkw-Maut sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums: "Beides ist selbstverständlich falsch. Bundesverkehrsminister Stolpe denkt nicht im Mindesten daran, die deutschen Autobahnen zu verkaufen, und Sie wissen, dass er ein entschiedener Gegner der Pkw-Maut ist", hob er hervor.