6,6 Milliarden Euro für Bundeswehr-Modernisierung

Deutschland setzt Prioritäten

Die Verhandlungen zwischen Bundeswehr und Industrie zur Modernisierung aller nichtmilitärischen IT-Systeme (Projektname "Herkules") sollen am 24. Mai beginnen. Das von Siemens und IBM im März vorgelegte überarbeitete Angebot sei im Haus als "verhandlungsfähig" bewertet worden, sagte ein Sprecher es Verteidigungsministeriums am Donnerstag in Berlin. Einen Termin für den Abschluss der Verhandlungen gebe es nicht. Bei dem "Herkules"-Projekt im Wert von 6,65 Milliarden Euro handelt es sich um das größte Privatisierungsvorhaben der Bundeswehr.

Zu einem jährlichen Fixpreis von 665 Millionen Euro soll die Industrie über zehn Jahre hinweg die komplette Modernisierung der IT- und Telekommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr im nichtmilitärischen Bereich übernehmen. Dazu gehört auch ein neues Datennetz. Die Verhandlungen mit dem Wettbewerber-Firmenkonsortium Isic-21 um die Rüstungsfirma EADS waren im Sommer vergangenen Jahres gescheitert.