Studierende protestierten gegen Studiengebühr-Konzepte aller Parteien

Düsseldorf

Einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben am Samstag in Düsseldorf zahlreiche Studierende und Schüler gegen die jegliche Studiengebühren demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 4000, die Polizei von rund 1000 Teilnehmern. Die Demonstranten protestierten auch gegen bereits bestehende Langzeitstudiengebühren in Form von Studienkonten.

Das Modell von Gebühren für Langzeitstudenten war in Nordrhein-Westfalen von Rot-Grün eingeführt worden. Daran wollten SPD und Grüne auch nach der Wahl festhalten. Die CDU hingegen plädierte für nachgelagerte Studiengebühren, ergänzt durch ein Darlehens- und Stipendienmodell. Die FDP wollte den Hochschulen die Möglichkeit einräumen, Studienentgelte zu erheben.

Initiator der Proteste war das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). Dessen Geschäftsführer Sascha Vogt sagte, Studiengebühren schlössen finanziell schwächere Schichten vom Studium generell aus oder trieben sie in eine Schuldenfalle. So betrage die Gesamtverschuldung bei nur 500 Euro und einem zehnsemestrigen Studium bereits rund 10.000 Euro, da die Gegenfinanzierung über Kredite erfolgen müsse.