37 Prozent der Wahlberechtigten gingen nicht zur Wahl

Nordrhein-Westfalen

Die Nicht-Wähler bilden bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai die größte "Fraktion". Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gingen 4,905 Millionen der insgesamt 13,239 Millionen Wahlberechtigten nicht zur Wahl. Das entspricht 37 Prozent. 3,696 Millionen beziehungsweise 27 Prozent der Wahlberechtigten wählten die CDU. Die SPD konnte mit 3,059 Millionen 23 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen locken. Rund eine halbe Million beziehungsweise 3,8 Prozent der Wahlberechtigten wählten jeweils die Grünen und die FDP. Rund 0,182 Millionen entsprechend 1,4 Prozent der Wahlberechtigten wählten die Wahlalternative WASG.

Für die Sitzverteilung im Landtag maßgebend sind nur die abgegebenen und gültigen Stimmen. Von diesen erzielte die CDU 44,8 Prozent, die SPD 37,1 Prozent. Grüne und FDP erhielten jeweils 6,2 der gültigen Stimmen.

Von den an der 5-Prozent-Hürde gescheiterten Parteien erhielt die Wahlalternative WASG mit 2,2 Prozent die meisten Stimmen. Die PDS schnitt mit 0,9 Prozent ab. Auch die NPD erhielt 0,9 Prozent der gültigen Stimmen, gefolgt von den REPs mit 0,8 Prozent. Die GRAUEN und die ÖDP erhielten jeweils 0,2 Prozent. Diese Parteien sind wegen der 5-Prozent-Hürde nicht im künftigen Landtag vertreten.

Der neu gewählte nordrhein-westfälische Landtag wird insgesamt über 187 Sitze verfügen. Die CDU erhält als stärkste Fraktion 89 Sitze, die SPD 74, FDP und Grüne jeweils 12 Sitze. Damit verfügt die erwartete schwarz-gelbe Koalition über 101 Mandate.