Atomkraftgegner rufen Castor-Alarm für nächsten Montag aus

Von Dresden nach Ahaus

Nach Informationen von Atomkraftgegnern soll der umstrittene Atomtransport aus dem Zwischenlager Dresden-Rossendorf ins nordrhein-westfälische Ahaus am nächsten Montag starten. Wie "aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen" verlaute, sollten die ersten sechs Castor-LKWs am Montag gegen 10 Uhr aus dem Zwischenlager Dresden-Rossendorf abfahren. Die Ankunft in Ahaus sei nach 600 Kilometern Autobahn und gut 15 Stunden Fahrtzeit gegen 1 Uhr in der Nacht zum 31. Mai geplant. Die Atomkraftgegner riefen daher "Castor-Alarm" aus und riefen zu Protestaktionen auf.

Das Transportzeitfenster für die insgesamt 3 vollen Transporte und zwei leeren Rücktransporte der speziellen Stoßdämpfer reicht nach Angaben des des "Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen" bis zum 14. Juni. Die Polizei starte offenbar so früh wie möglich, um sich alle Optionen offenzuhalten. Wann der zweite Transport rollen soll, wissen die Atomkraftgegner noch nicht. Sie gehen aber davon aus, dass die leeren LKWs so schnell wie möglich nach Dresden zurück sollten, damit die begleitende sächsische Polizei schnell wieder aus Ahaus abrücken könne.

Die Protestaktionen in Ahaus starten am Samstag um 18 Uhr mit einem Open-Air-Konzert. Am Montag ist für 18 Uhr eine Demonstration vom Bahnhof Ahaus zum Zwischenlager geplant. "Gerade jetzt nach dem Wahldebakel von Rot-Grün heißt es: Nicht den Kopf in den Sand stecken - sondern ein Zeichen setzen für den außerparlamentarischen Widerstand", fordern die Atomkraftgegner einen sofortigen Atomausstieg.