Umwelt- und Entwicklungsverbände fordern Tobin-Steuer von G8-Gipfel

Geld für die Armen

Die Stärkung der Entwicklungsfinanzierung fordern Umwelt-, Entwicklungs- und globalisierungskritische Organisationen sowie die Jugendorganisationen von SPD und Grünen in einem gemeinsamen offenen Brief an Bundeskanzler Schröder. Die Organisationen fordern Schröder auf, sich auf dem kommenden G 8- Gipfel in Schottland und der UN-Konferenz zur Überprüfung der Millennium-Entwicklungsziele im September energisch für eine Devisentransaktionssteuer (Tobin-Steuer) einzusetzen.

Die Organisationen begrüßen grundsätzlich die Pläne für eine europäische Flugticketabgabe, halten deren gegenwärtig geplante Höhe von 1 bis 2 Euro pro Ticket jedoch für völlig unzureichend. "Davon geht weder eine ökologische Lenkungswirkung aus noch kommen auch nur annähernd ausreichend Mittel zur Finanzierung der Millenniumsziele zusammen" heißt es in dem Brief.

Nach Angaben einer UN- Studie von Jeffrey Sachs werden für 2006 weltweit 135 Milliarden US-Dollar Entwicklungshilfe zur Finanzierung der Millennium-Entwicklungsziele benötigt. Das zusätzliche Aufkommen der europäischen Flugticketabgabe würde in der geplanten Form maximal eine Milliarde Euro betragen, sagen die Unterzeichner BUND, WEED, Grüne Jugend, Jusos, BUND-Jugend und DNR.