4000 Eisenbahner demonstrierten gegen FDP-Wirtschaftspolitik

Tarifautonomie

Rund 4000 Eisenbahner sind am Montag in Berlin dem Aufruf der Gewerkschaften Transnet und GDBA gefolgt und haben gegen FDP-Pläne zur Aufweichung der Tarifautonomie protestiert. Gewerkschaftschef Norbert Hansen warf den Liberalen auf der Abschlusskundgebung vor der FDP-Parteizentrale vor, mit ihren "absurden Forderungen" die Grundpfeiler der Demokratie in Deutschland zu beschädigen. Die FDP wolle eine andere Republik, in der "Arbeit zu einer reinen Ware verkommen" solle.

"Ich sage klar und deutlich: Menschen sind keine Ware. Menschen sind kein Kostenfaktor. Und Menschen sind auch mehr als Humankapital", rief Hansen den Demonstranten zu. Daher sei es höchste Zeit, "der gelben Politik die rote Karte zu zeigen". Schließlich hätte die Väter des Grundgesetzes der Tarifautonomie einen unabänderlichen Verfassungsrang eingeräumt.

Hansen betonte, die Gewerkschaften seien "die einzige wahrzunehmende Kraft" in der Gesellschaft, die den sozialen Zusammenhalt und die Verteilungsgerechtigkeit sicherstellen könne. Die betriebliche Mitbestimmung diene der Kontrolle der Macht und sichere den sozialen Frieden. Daher könne er nur warnen: "Jeder, der versucht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, wird auf den erbitterten Widerstand der Arbeitnehmerschaft und ihrer Gewerkschaften stoßen."