"Aus" für Produkte aus illegaler Kinderarbeit

Stadt Herne

Der Rat der Stadt Herne ist einem Antrag des Infozentrums Dritte Welt gefolgt und will zukünftig keine mit illegaler Kinderarbeit produzierte Waren mehr kaufen. Durch zahlreiche Aktionen, Vorträge und Ausstellungen hatte das Infozentrum Dritte Welt im Rahmen seiner Kampagne "Herne gegen ausbeuterische Kinderarbeit" über das Thema Kinderarbeit informiert und sich für den Ratsbeschluss engagiert.

"Die Stadt Herne erfüllt mit diesem Beschluss eine Vorbildfunktion für ihre Bürger und andere öffentliche und private Einrichtungen", erklärt Eine-Welt-Promotor Markus Heißler, der Initiator des Bürgerantrags. Der Ausschank fair gehandelten Kaffees soll zukünftig bei Gremiensitzungen die Regel sein. Denn allein der Faire Handel garantiert existenzsichernde Preise für die Erzeuger und ihre Familien und verhindert damit die Ausbeutung von Kindern.

Auch die Beschaffung von fair gehandelten Blumen für Präsente und Dekorationen würde einen Beitrag gegen Armut in den Ländern des Südens leisten. Unterstützenswert findet Heißler auch den Vorschlag, Dienstkleidung z.B. bei der Feuerwehr, nur bei Anbietern zu kaufen, die sich nachweislich an das internationale Arbeitsrecht halten. Beispiele aus anderen Städten wie Düsseldorf zeigen, dass dies auch ohne höhere Kosten möglich ist.