Zahl der Morde in Guatemala nimmt rapide zu

Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Laut einem soeben veröffentlichten Bericht des Büros des staatlichen Menschenrechtsbeauftragten wurden 2004 in Guatemala fast 500 Frauen ermordet. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein Anstieg um 56,8%. Der Menschenrechtsbeauftragte Sergio Morales forderte von der Regierung, dass sie dieses Problem ernsthaft angeht.

Die Mehrheit der ermorderten Frauen war zwischen 16 und 30 Jahren alt. Viele Frauen wurden zuvor sexuell mißhandelt oder gefoltert. Neben der Gewalt aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen nimmt offensichtlich die häusliche Gewalt immer weiter zu.

In der Liste der Länder mit der höchsten Rate von Gewaltverbrechen pro Einwohner liegt Guatemala damit weltweit auf dem fünften Platz. Sergio Morales fordert in dem Jahresbericht 2004 eine Verbesserung der polizeilichen Untersuchungsmethoden und eine Politik, die das Recht auf Leben effektiver schützt.