Nur ein kleiner Schritt zur Armutsbekämpfung

Entwicklungshilfeetat

Der Verband der entwicklungspolitischen Nicht-Regierungsorganisationen (VENRO) begrüßt den von der Bundesregierung beschlossenen Anstieg des Entwicklungshilfeetats. Im Vergleich zu den Zusagen, die auf dem G8-Gipfel gemacht wurden, falle dieser allerdings zu gering aus. Für die privaten Träger der Entwicklungshilfe gebe es gar keine Erhöhung.

"Die Bundesregierung geht damit wieder nur einen kleinen Schritt vorwärts. Die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 ist durch diesen Entwurf nicht realistischer geworden", sagt die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von VENRO, Claudia Warning.

Darüber hinaus sei zu befürchten, dass die Bundesregierung ihre Zusage gegenüber der Europäischen Union, im kommenden Jahr zumindest 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklung bereit zu stellen, nur erreichen werde, weil sie über die Entschuldung des Iraks ihre Zahlen schön rechnen könne. "Von einem entschlossenen Engagement für die Beseitigung der extremen Armut in der Welt kann vor dem Hintergrund dieser Fakten nicht die Rede sein", resümierte die VENRO-Vertreterin.