40 JournalistInnen im ersten Halbjahr getötet

Traurige Bilanz

In der ersten Hälfte des Jahres 2005 starben weltweit 40 JournalistInnen bei der Ausübung ihres Berufes. Nach einem Bericht des Internationalen Presse-Instituts (IPI), den das Netzwerk "Internationaler Austausch für freie Meinungsäußerung" (IFEX) verbreitete, starb ein Viertel von ihnen im Irak. Was alle diese Fälle eine, sei die Straflosigkeit, die diese Gewaltausbrüche fördere.

Die Mehrheit der getöteten Pressemitarbeiter wurde verfolgt, weil sie über Korruption, Drogenhandel und andere illegale Handlungen recherchiert hatten. In den meisten Fällen gibt es wenige oder gar keine Anzeichen dafür, dass die Behörden entschiedene Schritte unternommen hätten, um die für die Verbrechen Verantwortlichen zu identifizieren oder vor Gericht zu bringen, betont die internationale Organisation.

Weiterhin berichtet IPI, dass mindestens 11 JournalistInnen und Pressemitarbeiter allein in Irak starben, was zeige, dass dieses Land für Medienvertreter das gefährlichste Land der Welt bleibe. Auf den Philippinen starben sechs, in Bangladesh, Brasilien, Kolumbien, Haiti, Mexiko, Pakistan und Somalia je zwei Journalisten.

Der internationale Verband IFEX begann 1982 mit seiner weltweiten Arbeit gegen die schweren Verletzungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung.