Abschiebung eines iranischen Homosexuellen verhindert

Protest erfolgreich

Aufgrund zahlreicher Proteste ist der iranische Asylbewerber Andre Aregoli aus der Abschiebehaft in Frankfurt/Main freigelassen worden. Der Lesben- und Schwulenverband (LSB) begrüßte diesen ersten Erfolg und forderte nun, dass Aregoli eine Duldung erhält und mit seinem Freund eine Lebenspartnerschaft eingehen darf.

Der Asylantrag von Aregoli war im Oktober vergangenen Jahres mit der Begründung abgelehnt worden, dass Homosexuellen im Iran keine Verfolgung drohe. Zusätzlich verweigerte das Frankfurter Standesamt auch seine Zustimmung, eine Lebenspartnerschaft zwischen Aregoli und seinem Freund eintragen zu lassen.

Der Lesben- und Schwulenverband hält beide Entscheidungen für falsch. Zum einen sei es erwiesen, dass im Iran homosexuelle Menschen immer noch mit staatlicher Verfolgung bis hin zur Todesstrafe rechnen müssten. Im vorliegenden Fall komme erschwerend hinzu, dass der iranischen Botschaft offenbar bekannt sei, dass Aragoli eine Lebenspartnerschaft eingehen wolle.

Zum anderen sei der Wunsch, mit einem selbstgewählten Partner eine rechtliche Beziehung einzugehen, ein Menschenrecht.