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Terroranschläge in London fordern mindestens 33 Menschenleben

Erschütterung

Bei mehreren Explosionen in der Londoner U-Bahn und in einem Linienbus sind am heutigen Donnerstag mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen und mehrere hundert verletzt worden. Der Anschlag löste in Paris, Washington und Berlin verstärkte Sicherheitsvorkehrungen aus. In einem Internetforum tauchte ein Bekennerschreiben des islamischen Terrornetzes El Kaida auf. Darin hieß es, die Anschläge sollten die "Kreuzfahrerregierung" Großbritanniens wegen ihres Truppeneinsatzes in Afghanistan und im Irak treffen. Die Echtheit des Schreibens wird noch geprüft.

Die Explosionen fanden zwischen 9.49 und 10.41 Ortszeit statt. Betroffen waren die U-Bahn-Stationen Liverpool Street, Edgewater, Kings Cross, Old Street und Russel Square statt, die allesamt im Nordosten bzw. Osten der britischen Hauptstadt liegen. Um 11.14 kam es zu einer Explosion in einem Linienbus nahe Aldgate im Osten der Stadt.

Der britische Premierminister Tony Blair reiste vom G8-Gipfel nach London, während die übrigen Staats- und Regierungschefs die Beratungen fortsetzten. Der Terroranschlag wird nach Einschätzung einiger Kommentatoren einerseits die anderen Themen des Gipfels in den Hintergrund drängen, andererseits könnte das Entsetzen über das Ergebnis auch dazu führen, dass sich die divergierenden Positionen der Gipfelteilnehmer annähern.

Derweil wurde in Paris Alarmstufe Rot ausgelöst. Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen wurden auch aus Washington und Berlin gemeldet. Bundeskanzler Schröder sagte zu den Bombenanschlägen "Mit größter Betroffenheit habe ich von der Serie perfider Anschläge in London erfahren. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Betroffenen, deren Angehörigen, Premierminister Tony Blair und dem gesamten britischen Volk." Bundesaußenminister Joschka Fischer sagte: "Unsere Gedanken sind in dieser schweren Stunde vor allen Dingen bei den Opfern und ihren Angehörigen und den vielen Menschen, die jetzt noch um ihre Kinder, Partner, Familie, Angehörige oder Freunde bangen müssen sowie bei den zahlreichen Verletzten." Der Bundesaußenminister versicherte Großbritannien Deutschlands "unerschütterlicher Solidarität".

Joschka Fischer betonte, der Terrorismus dürfe und werde sich nicht durchsetzen. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in London stünden in engem Kontakt mit den britischen Behörden. Der Bundeskanzler sagte weiter, die koordinierte und heimtückische Aktion ziele auch auf den zur gleichen Zeit in Gleneagles stattfindenden Weltwirtschaftsgipfel der G 8. Es zeuge von der besonderen Menschenverachtung der Attentäter, wenn der Versuch unternommen werde, ein Gipfeltreffen zu unterminieren, dessen ureigenste Ziele die Überwindung von Hunger und Armut in Afrika seien und der sich zudem das Ziel gesetzt hat, den weltweiten Klimaschutz nachhaltig zu verbessern.

Angesichts der überragenden Bedeutung dieser Themen begrüßte Schröder den Beschluss des britischen Premierministers Blair, das Gipfeltreffen fortzusetzen. Dier Regierungschefs seien entschlossen, diese Herausforderungen zu meistern. Feige terroristische Attacken dürften sie nicht daran hindern.

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