Hamburger Reeder fordert höhere Besteuerung von Vermögen

"Steuerparadies Deutschland"

Der Hamburger Schiffseigner Peter Krämer, Chef einer der größten Privatreedereien Deutschlands, dringt auf eine höhere Besteuerung großer Vermögen in der Bundesrepublik. "Deutschland ist in dieser Hinsicht ein Steuerparadies", sagte Krämer in Hamburg. Er forderte eine Wiedereinführung der Vermögensteuer ebenso wie eine deutliche Anhebung der Erbschaftsteuer. "Wenn wir verhindern wollen, dass die Gesellschaft noch weiter auseinander fällt, müssen wir hier etwas tun", mahnte Krämer. Viele wirklich Vermögende, die über mehr als zwei Millionen Euro verfügen, könnten etwas mehr zahlen.

"Es kommt natürlich auf das Maß an", relativiert Krämer. Er glaube aber nicht, dass etwa eine Anhebung der Erbschaftsteuer zu einer Kapitalflucht aus Deutschland führen würde.

"Etablierte Parteien verschlafen Besteuerung wirklich großer Vermögen"

Dabei müsse man den unternehmerischen Mittelstand von der Erbschaftsteuer ausnehmen, meint er. "Es dürfen natürlich keine Arbeitsplätze vernichtet werden.". Zugleich zeigte er sich besorgt, dass die etablierten Parteien das Thema einer gerechteren Besteuerung "wirklich großer Vermögen" verschlafen.

"Wir dürfen dieses Feld auf keinen Fall der Linkspartei überlassen", meint Krämer, dessen "Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts" als SPD-nah gilt.