"Cicero"-Redaktion in Potsdam durchsucht

Vorwurf Geheimnisverrat

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat am Montag nach Medienberichten in einer dreistündigen Aktion die Redaktionsräume des in Potsdam ansässigen Magazins "Cicero" durchsucht. LKA-Beamte hätten auch die Wohnung eines "Cicero"-Autoren in Berlin durchforstet, berichteten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Nach Informationen des Blattes werden der Chefredaktion und dem Autoren des Magazins Beihilfe zum Geheimnisverrat vorgeworfen. Das Magazin habe in seiner April-Ausgabe aus streng geheimen Papieren des Bundeskriminalamtes (BKA) zur Finanzierung islamistischer Terroristen zitiert.

Seit der Veröffentlichung suche das BKA nach der undichten Stelle in den eigenen Reihen, heißt es in dem Bericht weiter. Da die "Cicero"-Redaktion in Potsdam <http://www.ngo-onlin `Potsdam gs/potsdam>`_ sitzt, habe das BKA in Potsdam Anzeige wegen Geheimnisverrats erstattet. Die Journalisten sollen Beihilfe geleistet haben. Dabei stehe noch nicht einmal fest, ob die Informationen direkt von einem BKA-Mitarbeiter stammten, schreibt das Blatt.