Brandanschlag auf Wohncontainer der Polizei

Castoreinsatz

Bei einem Brandanschlag auf Polizeiunterkünfte in Woltersdorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg soll in der Nacht zum Mittwoch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein. Verletzt wurde offiziellen Angaben zufolge niemand. Die Wohncontaineranlage auf einem umzäunten ehemaligen Bundeswehrgelände wird bei Castortransporten ins atomare Zwischenlager Gorleben regelmäßig zur Unterbringung von Beamten genutzt. Beim Brand von fünf Containern seien 600 der insgesamt 800 Schlafplätze zerstört worden, sagte Innenministeriumssprecher Michael Knaps.

Die Kosten für die Wiedererrichtung der Anlage bezifferte er auf 2,8 Millionen Euro. Für den kommenden Castoreinsatz würden nun Ersatzcontainerunterkünfte für rund 800.000 Euro beschafft. Das Feuer habe keinen Einfluss auf den nächsten Castortransport, so Knaps.

Atomkraftgegner rechnen ab 6. November mit einem erneuten Atommülltransport aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague ins Wendland. Das Innenministerium in Hannover bezeichnete den Termin als reine Spekulation.