Rentenversicherer wollen höhere Rentenbeiträge

Neben möglicher Mehrwertsteuererhöhung

Die künftige Bundesregierung sollte nach Auffassung des Verbandes der Deutschen Rentenversicherungsträger (VDR) unter Umständen die Rentenbeiträge anheben. Wenn die Konjunktur nicht anziehe, müsse man angesichts der prekären Finanzlage der gesetzlichen Alterskassen "zur Not bereit sein", über einen solchen Schritt "nachzudenken", sagte der scheidende VDR-Chef Franz Ruland der "Frankfurter Rundschau".

Daneben bezeichnete Ruland eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittalters von derzeit 65 auf 67 Jahre auf mittlere Sicht als "unausweichlich". Allerdings müssten dafür zahlreiche "Sperrwirkungen" für die Einstellung älterer Arbeitnehmer beseitigt werden. So sollten "Kündigungs- und Senioritätsregelungen hinterfragt werden, wonach ältere Arbeitnehmer für gleiche Arbeit mehr Geld bekommen als jüngere".