Ex-Verantwortliche von Hochschule verurteilt

Betrug

Wegen Betruges sind am Mittwoch zwei ehemalige Hauptverantwortliche der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Heidelberger Landgericht befand den ehemaligen Hochschulrektor und den Ex-Kuratoriumsvorsitzenden für schuldig, unverbrauchte Fördermittel für Hochschulzwecke unterschlagen zu haben. Ein dritter Angeklagter wurde verwarnt.

Dem Urteil zufolge machten die Angeklagten in den Jahren 1998 bis 2000 falsche Angaben über den Verbrauch öffentlicher Fördermittel. Damit hätten sie Rückforderungen durch die Geldgeber vereitelt. Die unverbrauchten Mittel sollen sie auf einem Konto angespart haben, um damit die Einrichtung eines Lehrstuhls zu finanzieren. Eine persönliche Bereicherung habe nicht stattgefunden.

Den Ex-Kuratoriumsvorsitzenden verurteilten die Richter zu einer Geldstrafe in Höhe von 22.500 Euro (90 Tagessätze zu je 250 Euro). Der frühere Rektor muss 6300 Euro (90 Tagessätze zu je 70 Euro) bezahlen. Die Hochschule für Jüdische Studien wurde 1979 gegründet und wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland getragen.