Bundesregierung stützt globale Strategie gegen Vogelgrippe

Zugvögel im Blick

Deutschland befürwortet im "Kampf" gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe eine internationale Strategie über den europäischen Rahmen hinaus. Die Bundesregierung unterstütze hierzu die gemeinsamen Anstrengungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Alexander Müller am Freitag in Berlin.

Die beteiligten Organisationen wollen auf einem Treffen am Montag und Dienstag im kanadischen Ottawa weitere Maßnahmen und die Koordinierung im Kampf gegen die Ausbreitung des gefährlichen Vogelgrippe-Erregers erörtern.

Inzwischen könne als gesichert gelten, dass die Zugvögel als Verbreiter für das Virus eine wichtige Rolle spielen. Dies ergebe sich nicht zuletzt aus dem Bericht des Expertenteams des OIE, das in den letzten Wochen Russland bereist hat, betonte der Staatssekretär. Müller begrüßte daher die Initiative der FAO in den verschiedenen Regionen, in denen die Zugvögel überwintern, durch Monitoring zu klären, wie weit das Virus H5N1 bereits verbreitet ist.

Das Bundesverbraucherministerium habe in diesem Zusammenhang Anfragen aus Rumänien um technische Hilfe bei der Bekämpfung der Seuche. Dabei würden sowohl Schutzanzüge wie auch Expertise bei der Diagnostik erbeten. Deutschland sei bereit, der FAO im Rahmen der Hilfsmaßnahmen für Rumänien finanzielle Unterstützung zur Verfügung zu stellen.