USA geben möglicherweise Entwicklung für neuartige Atomwaffen auf

"Bunker Buster"

Nach Informationen der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) möchte die USA offenbar ihre Forschungen für einen bunkerbrechende Atomsprengkopf einstellen, weil deren Finanzierung gestrichen wurde. Die Atomwaffengegner berufen sich dabei auf eine Aussage des republikanischen Senators Pete Domenici aus dem US-Staat New Mexico. Die Friedensorganisation hatte jahrelang gegen die Entwicklung dieser so genannten "Bunker Busters" protestiert, weil sie ihrer Ansicht nach "zu einer Senkung der psychologischen Schwelle des atomaren Einsatzes beitragen würde". Man könne sich einbilden, dass ein atomarer Bunker Buster weniger Schaden für die Menschen mit sich bringe. Eine Studie der Organisation kam hingegen zu dem Ergebnis, dass die Schäden für Mensch und Umwelt unter Umständen noch höher sein könnten als mit herkömmlichen Atomwaffen.

Die US-amerikanische Friedensbewegung hat offenbar bei den Haushaltsverhandlungen regelmäßig massiv Druck gegen die neue Atomwaffe gemacht. "Wenn die Aussage von Domenici stimmt", so Xanthe Hall </2013/03/30/xanthe-hall-atomkrieg-nur-mit-friedlichen-gesten-z/> von den Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges in Deutschland, "ist das für uns ein Riesenerfolg".

Konventionelle Bunker Buster?

Domenici habe den Vorsitz des Unterausschusses für den Energiehaushalt. Er habe gesagt, dass die Streichung der Finanzierung aufgrund einer Bitte der Nuklearen Sicherheitsadministration erfolgt sei. Stattdessen werde auf die Herstellung einer konventionellen Bunker Busters fokussiert.

Auf der anderen Seite sorgte kürzlich offenbar ein Dokument auf der Website des US-Verteidigungsmininsteriums für Irritationen. In dem Papier sei die nukleare Option als präventive Maßnahme erwogen worden. Die Brisanz der darauf folgenden Diskussion habe dazu geführt, dass das Dokument wieder von der Website verschwand, mit der Bemerkung eines Pentagon-Mitarbeiters: "Auch in einer offenen Welt ist ein solches Papier nicht das, was man im Internet herumfliegen sehen möchte".

"Langsam dämmert es sogar dem Pentagon, dass die Mehrheit der Menschen - auch in den USA - diese Waffen nicht mehr haben will", vermutet Hall. Dem Pentagon werde die eigene Atomwaffenpolitik langsam peinlich.