Polizeigewerkschaften protestieren gegen Gehalts-Kürzungen und Mehrarbeit

Mittlerer Dienst

Die Polizeigewerkschaften lehnen die von der großen Koalition angestrebte Arbeitszeitverlängerung sowie Kürzungen beim Weihnachtsgeld für Beamte ab. Mit diesen Plänen schlage die Politik der Bundespolizei die Beine weg, sagte der Vorsitzende des Bundespolizei-Bezirks in der Gewerkschaft der Polizei, Josef Scheuring, am Montag im nordrhein-westfälischen Hilden. Da drei Viertel der Bundespolizisten im mittleren Dienst beschäftigt seien, würden die Kürzungen in erster Linie Menschen im unteren Einkommensniveau treffen, sagte Scheuring.

Der Bundesvorsitzende des Fachverbandes Bundespolizei bei der Deutschen Polizeigewerkschaft, Hans-Joachim Zastrow, warf der großen Koalition vor, für die nächsten Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst eine Steilvorlage geliefert zu haben. Offenbar strebe die Arbeitgeberseite hier ebenfalls eine deutliche Arbeitzeiterhöhung an und wolle die Maßnahme bei den Bundesamten als strategisch günstigen Ausgangspunkt nutzen. Zastrow warnte, an der Basis brodele es bereits.